ÜBER DAS FESTIVAL

WELTWEITE MUSIK IN GRAZ

EIN ORT DER BEGEGNUNGEN

Fünf bunte Tage der Kulturen und Weltmusik

Schon langsam ist es aus Graz nicht mehr wegzudenken. Ein Festival, bei dem es keine Grenzen gibt.

 

Fotos: Madeleine Haider, Fiona Tatschl

Das folk.art Festival für Weltmusik in Graz ist nach der ersten Ausgabe 2019 mit jährlich rund 1000 Besucher*innen zu einem Fixpunkt der Grazer Kulturlandschaft geworden.

Mit fünf Festivaltagen, die von der Diversität verschiedenster Abendkonzerte, Workshops, Vorträge, Kaffeehauskonzerte und Diskussionsrunden geprägt sind, bietet das Festival eine möglichst bunte Palette von Musik und Kultur. Dies wurde die letzten Jahre intensiv umgesetzt, indem Künstler*innen unterschiedlicher kultureller Herkunft auf bekannten und unkonventionellen Bühnen in Graz ihre Musik präsentierten.

Das Eröffnungskonzert im Dom im Berg 2019 mit Quadro Nuevo, 2020 mit ALMA, 2021 mit folksmilch und 2022 mit She’Koyokh empfing die Besucher*innen bei der fünftägigen Reise in verschiedenste musikulturelle Welten. Die Kaffeehauskonzerte im Café Kaiserfeld mit jungen Künstler*innen wie Mulham Abordan, Marinski Rio, oder den Hummingbirds (um nur einige zu nennen) sind jährlich so gut besucht, dass die Leute oft bis auf die Kaiserfeldgasse hinaus stehen und lauschen und Zusatzkonzerte notwendig sind.

Da dem Festival eine möglichst barrierefreie Kommunikation zwischen Publikum, Künstler*innen, Forschenden und uns Veranstalter*innen enorm wichtig ist, laden wir jährlich zu Workshops, geleitet von z.B. Isabel Frey (2020) oder Univ. Prof. Gerd Grupe (2019). So wird die Möglichkeit geschaffen, neben dem typischen Konzertformat auch ein Miteinander entstehen zu lassen, einen Austausch von Erfahrungen, Fragen, Ideen und Geschichten zu ermöglichen. Bei der Diskussionsrunde „Weltmusik?“ (2019) wurde dies noch vertieft und Kunstschaffende, Musikliebhaber*innen, Studierende und Forschende konnten sich mit der Bedeutung und den Fragestellungen des Begriffes „Weltmusik“ auseinandersetzen. Die allgemeine, kritische Auseinandersetzung mit dem kontrovers diskutieren Begriff ist uns jedes Jahr ein großes Anliegen.

Dass ein solch buntes, reges und wunderbares Weltmusikfestival durch ehrenamtliche Arbeit realisierbar wäre, konnten wir uns zu Beginn selbst nicht vorstellen. Aber es ist uns gelungen, und wir können nicht stolzer und glücklicher sein. Zu zeigen, wie viele Möglichkeiten Graz in Sachen Musik und multikulturellem Austausch bietet, wie viele außergewöhnliche Weltmusiker*innen alleine in der Steiermark leben und wirken, ist uns ein großes Anliegen und deshalb fester Bestandteil des folk.art Festivals. Und wir haben noch mehr vor: Mehr Kooperationen, mehr Diskursprogramm, neue Kinderkonzerte und auch inklusive Konzerte sind geplant.

Die Begeisterung für das folk.art Festival spüren aber nicht nur wir; Künstler*innen und Leute aus dem Publikum sind in den letzten Jahren immer wieder auf uns zugekommen, um uns ihr Lob auszusprechen, sich zu versichern, dass das Festival wohl wieder stattfinden wird und um uns zu danken. Für die wunderbare Atmosphäre, die wir schaffen, für die Freude, die wir versprühen und die auf viele Leute übergeht. Das freut uns natürlich sehr und wir begreifen, dass nicht nur wir das folk.art Festival in Graz nicht mehr missen wollen.