ÜBER DAS FESTIVAL

WELTMUSIK IN GRAZ

EIN ORT DER BEGEGNUNGEN

Fünf bunte Tage der Kulturen und Weltmusik

Schon langsam ist es aus Graz nicht mehr wegzudenken. Ein Festival, bei dem es keine Grenzen gibt.

 

Fotos: Madeleine Haider, Fiona Tatschl

Das folk.art Festival für Weltmusik in Graz ist nach der ersten Ausgabe 2019 mit knapp 1000 und der zweiten Ausgabe im vergangenen Oktober 2020 mit knapp 700 Besucher*innen – trotz COVID-19 bedingter Einschränkungen – zu einem Fixpunkt der Grazer Kulturlandschaft geworden.

Mit fünf Festivaltagen, die von der Diversität verschiedenster Abendkonzerte, Workshops, Vorträge, Kaffeehauskonzerte und Diskussionsrunden geprägt sind, wollen wir eine möglichst bunte Palette von Musik und Kultur anbieten. Dies haben wir in den letzten beiden Jahren umgesetzt, indem Künstler*innen unterschiedlicher kultureller Herkunft auf bekannten und unkonventionellen Bühnen in Graz ihre Musik präsentierten.

Das Eröffnungskonzert im Dom im Berg 2019 mit Quadro Nuevo und 2020 mit ALMA empfing die Besucher*innen bei der fünftägigen Reise in verschiedenste musikulturelle Welten. Die Kaffeehauskonzerte im Café Kaiserfeld mit jungen Künstler*innen wie Mulham Abordan, Marinski Rio, oder den Hummingbirds (um nur einige zu nennen) waren so gut besucht, dass die Leute 2019 bis auf die Kaiserfeldgasse standen und lauschten, 2020 waren die Wartelisten oft so lange wie die mit den fixen Anmeldungen.

Da uns eine möglichst barrierefreie Kommunikation zwischen Publikum, Künstler*innen, Forschenden und uns Veranstalter*innen enorm wichtig ist, luden wir auch zu Workshops, geleitet von z.B. Isabel Frey (2020) oder Univ. Prof. Gerd Grupe (2019) ein. So wurde die Möglichkeit geschaffen, neben dem typischen Konzertformat auch ein Miteinander entstehen zu lassen, einen Austausch von Erfahrungen, Fragen, Ideen und Geschichten. Bei der Diskussionsrunde „Weltmusik?“ (2019) wurde dies noch vertieft und Kunstschaffende, Musikliebhaber*innen, Studierende und Forschende konnten sich mit der Bedeutung und den Fragestellungen des Begriffes „Weltmusik“ auseinandersetzen.

Dass ein solch buntes, reges und wunderbares Weltmusikfestival durch ehrenamtliche Arbeit realisierbar wäre, konnten wir uns zu Beginn selbst nicht vorstellen. Aber es ist uns gelungen, und wir können nicht stolzer und glücklicher sein. Zu zeigen, wie viele Möglichkeiten Graz in Sachen Musik und multikulturellem Austausch bietet, wie viele außergewöhnliche Weltmusiker*innen alleine in der Steiermark leben und wirken, ist uns ein großes Anliegen und deshalb fester Bestandteil des folk.art Festivals. Und wir haben noch mehr vor: Mehr Kooperationen, mehr Diskursprogramm, Kinderkonzerte und auch inklusive Konzerte werden geplant. Außerdem möchten wir in den kommenden Jahren neben lokalen Künstler*innen auch solche aus anderen Ländern einladen und so die Grazer Kulturlandschaft noch vielfältiger gestalten.

Die Begeisterung für das folk.art Festival spüren aber nicht nur wir; Künstler*innen und Leute aus dem Publikum sind in den letzten Jahren immer wieder auf uns zugekommen, um uns ihr Lob auszusprechen, sich zu versichern, dass das Festival wohl wieder stattfinden wird und um uns zu danken. Für die wunderbare Atmosphäre, die wir schaffen, für die Freude, die wir versprühen und die auf viele Leute übergeht. Das freut uns natürlich sehr und wir begreifen, dass nicht nur wir das folk.art Festival in Graz nicht mehr missen wollen.